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  30.10.04 Tag der Begegnung


Kirchenfenster
 

Am 30.10.04 fand der Tag der Begegnung im Gemeindezentrum von
St.Ansgar (Kleiner Michel) statt. Er stand unter dem Thema:

„ Wohin sein Geist uns führt(e)“.

Als Referent begleitete uns Claus Everdiking (Leiter der pastoralen Dienststelle) durch den Tag.

Zunächst gab er uns einen kurzen geschichtlichen Abriss über die Entwicklung des Sakraments "Firmung", um uns dann auf den Weg zu bringen, über unsere eigene Firmung nachzudenken. Das taten wir dann in kleinen Tischgruppen. Auffallend war, das wir uns alle nur sehr vage an unsere eigene Firmung erinnern konnten, da wir klassenweise oder altersmäßig sehr früh gefirmt wurden. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass die Firmung damals unser Leben als Christ nicht gleich beeinflusste, sondern eher ein Reifeprozess im Glauben in den Folgejahren war.

Erst im Cursillo wurde einigen (auch mir) deutlich, was Firmung bedeutet bzw. sie erlebten dort ihre Firmung neu. Nach der Gesprächsrunde gingen wir in die Kirche, wo wir in einer Andacht zum Heiligen Geist zum Gebet und zur Stille kamen.

Die lange Mittagspause bot viel Gelegenheit miteinander zu reden und zu erzählen.

Danach stieg Claus Everdiking mit uns tiefer in das Thema "Firmung" ein. Jeder von uns hat von Gott Talente und Geistesgaben geschenkt bekommen, um die Liebe Gottes in der Welt sichtbar zu machen; im Alltag, in der Gemeinde, am Arbeitsplatz. Doch sind uns unsere Talente und Begabungen bewusst? Setzen wir sie ein? Dazu gab uns Claus Everdiking eine Aufgabe auf: er verteilte sternenförmige Blüten aus Tonpapier mit sechs Blütenblättern und Teelichter. In kleinen Tischgruppen beschrieben wir zunächst still unsere Blütenblätter. Dann lasen wir uns zur Ermutigung unsere Begabungen vor. Da wir uns zum Teil gut kennen, wurde die eine oder andere Blüte noch ergänzt. Wir sprachen darüber, wie wir bereits unsere Stärken einsetzen bzw. was wir daraus machen könnten.

Dieses sehr offene und persönliche Tischgespräch fand seine Abrundung in der anschließenden Andacht zur Firmerinnerung in der Kirche. Dort hörten wir nach einer Einführung die Lesung aus dem Korintherbrief (1 Kor 12, 4-11) über die Gaben des Heiligen Geistes. Nach einer Meditation stellten wir symbolisch für uns selbst unsere Blütenkerzen um die Osterkerze. Wir waren sehr berührt und die nachfolgenden Fürbitten und Danksagungen waren sehr persönlich und ergreifend.

An diesem Tag waren wir nicht nur einander, sondern auch uns selbst begegnet. Schade, dass unser Teilnehmerkreis nur ca. 22 Teilnehmer aufwies. Ich hätte mir gewünscht, dass noch mehr dieses schöne Erlebnis geteilt hätten.

Christiane Geier