.. das Lied hat uns durch die Tage begleitet; einstimmig, im Kanon,
gesummt auf den Fluren des Hauses.
Elisabeth Nolte hat mit uns dieses Thema in der Tiefe beleuchtet, und wir
machten uns auf den Weg, die Spur zum Licht zu finden.
Am Anfang wurden wir eingeladen, kleine Dinge, die wir bei geschlossenen
Augen in die Hände gelegt bekamen, anschließend bei meditativer Begleitung von
Elisabeth, einzeln abzulegen. Damit gaben wir ein Zeichen, dass wir unsere
Probleme, Sorgen, seelische Verkrampfungen, hinter uns lassen durften, um
offen zu werden für den Stern, der uns den Weg zeigen wollte.
Natürlich wissen wir alle aus unserem Leben, dass "wo Licht ist, ist auch Schatten".
Dem Gedanken sind wir in einer weiteren Arbeitseinheit nachgegangen.
Durch Lichteinwirkungen wird ein Schatten unterschiedlich lang. Auch unser
eigener Schatten kann sich zeigen - hinter uns; vor uns; manchmal kaum zu
entdecken -. In kleinen Gruppen haben wir Begriffe gesammelt und stellten
fest, dass Licht auch bedrängend sein kann und dass Schatten auch zum
ausruhen einladen kann.
Weiterhin haben wir uns mit Gottes Wort beschäftigt (Joh 1, 6-12)
Johannes der Täufer. In Gruppenarbeit sind wir u.a. Fragen nachgegangen,
was es für uns einzelne bedeutet, wenn Johannes der Täufer vom Licht
spricht, das er nicht selber ist, sondern für das er Zeugnis geben will.
Erfahren wir in unserem Leben das wahre Licht, das Christus selber ist?
Gehören wir zu denen, die Jesus Christus erkennen und die ihn aufnehmen?
Aber auch das Kreative spielte in diesen Tagen eine wichtige Rolle.
Elisabeth führte uns ein in meditative Tänze - der Raum eindrucksvoll nur
erhellt durch Kerzen in der Mitte und Teelichte in unseren Händen.
Mit viel Hingabe malten wir dann ein Mandala. Jedes zeigte die
Unterschiedlichkeit des Umgangs mit Farben und Formen, bis jede, jeder
zur Mitte des Kreises fand.
Die Atmosphäre des Klosters mit dem Maranatharuf (Komm, Herr Jesus) am Ende
der Eucharistiefeier, unser Morgenlob in der kleinen Kapelle, der menschlich
liebevolle Umgang miteinander und das unermüdliche, ausdrucksstarke Engagement
von Elisabeth machte diese Tage für uns zu einem bleibenden Erlebnis.
Für mich persönlich bedeuteten diese Vertiefungsstunden einen spirituellen
Eingang in die Adventszeit, dafür sage ich Dank.