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Vertiefungswochenende vom 29.11.-1.12.02
 

Zur Einstimmung auf den Advent trafen wir uns wieder in Nütschau. Pater Willibrord Böttges führte uns durch die Tage mit dem Thema:

"Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein."

Zum Kennenlernen setzten wir uns in kleinen Gruppen zusammen und überlegten, welche Segnungen und Aussprüche es gibt. Es ging vom Aaronitischen Segen über Blasius-, Eltern-, Kinder-, Reise-, Brot-, Primitzsegen, dem Segen des Papstes: "Urbi et orbi" bis zu... jemand hat das Zeitliche gesegnet, an Gottes Segen ist alles gelegen, segnet eure Feinde, der Haussegen hängt schief. Jeder konnte sich so mit einem Segen vorstellen.

    Am Samstag hörten wir Schriftstellen aus der Bibel.
  • Schon bei (1 Mos 1, 28) steht, dass Gott Adam und Eva segnet.
  • Ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch. (5 Mos. 11, 26)
  • Der Segen des Vaters baut den Kindern Häuser. (Sir.3,11)
  • Segnet die euch fluchen. (Mt. 5,44)
  • Jesus segnet die Kinder. (Mk. 10,16)
  • ..der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen. (Eph. 1,3)

Dann kamen die Fragen: Wessen Segen brauchen wir, wünschen wir uns? Wozu brauche ich Segen? Wem erteile ich Segen? Wer braucht meinen Segen? Wen habe ich im Leben gesegnet? Wem habe ich meinen Segen verweigert? Weshalb?
Wir hörten dann etwas über den Segen von R. Guardini: Segnen kann nur Gott. Es kann einer Macht erlangen zum Segnen, wenn er ganz lauter wird, wenn er sich selbst nicht mehr sucht, sondern ganz Diener des Lebens sein will (wie Jesus, Maria, Franziskus). Aber auch wir dürfen segnen. Den Ausdruck findet der Segen durch die Hand, die das Zeichen des Kreuzes macht. Der Priester segnet uns mit dem Allerheiligsten. Eine Einheit sind die Sakramente, durch die wir Segen erlangen.

Am Nachmittag konnten wir uns zur Anbetung zurückziehen, an jemanden einen Segensbrief schreiben, oder ein Bild vom Segen malen. Segenslieder gab es zwischendurch immer wieder.

Nach der Eucharistiefeier am Sonntag stellte Pater Willibrord die Frage an uns: Was bedeutet für mich Gottes Segenszusage? Könnte ich aufbrechen aus alten Gewohnheiten? Als schönen Abschluss segneten wir uns gegenseitig.

Wir haben in diesen Tagen Gottes absolutes Wohlwollen, Kraft, Rückhalt, Schutz und Ermutigung erfahren. So gestärkt gingen wir in die kommende Advents- und Weihnachtszeit.

Anne Doris Schroers